Sie ist blond und hübsch und macht Musik. In einer Welt, die Britneys und Aguileras ausgesetzt ist, sind das eigentlich keine sonderlich auffälligen Merkmale für eine Sängerin. Vicky Beeching ist allerdings anders. Denn die studierte Theologin aus Großbritannien hat ein klares Ziel mit ihrer Musik: Anbetung Gottes.
Als Vicky Beeching im Alter von elf Jahren zusammen mit ihrer Schulklasse ihren ersten selbst geschriebenen Song zum Besten gab, war damals das Publikum schon mehr als begeistert. Während damals ihr Sinn für Poesie und klassische Klaviermusik ihr Schreiben prägten, entdeckte sie im Laufe der folgenden Jahre mehr und mehr, dass die Gitarre das Instrument werden sollte, mit dem sie ihr Songwriting perfektionieren würde.
Mit 13 begann sie, sich das Gitarrespielen selbst beizubringen. Weil zu dieser Zeit auch ihre Beziehung zu Gott tiefer wurde, war er nun der Mittelpunkt ihrer Songs. Die Freude über Gottes Liebe ist seither jedem ihrer Songs deutlich abzuspüren.
Während ihres vierjährigen Theologiestudiums in Oxford, das sie 1998 begann, leitete sie verschiedene Worshipbands und veröffentlichte einige ihrer Songs auf namhaften Samplern wie »Hungry« von Brian Doerksen oder »The people's Album« von Mike Pilavachi. Seit ihrer Zeit in Oxford wird sie zudem von Brian Doerksen und Brenton Brown begleitet.
Von diesen und unzähligen anderen Vorbildern hat sie auch die drei Haupteigenschaften eines guten Lobpreisleiters gelernt: Innigkeit, Zugänglichkeit und Heiligkeit. Innigkeit, um Menschen eine ganz persönliche Begegnung mit Gott im Lobpreis zu ermöglichen. Zugänglichkeit, um die einzelne Person dort abzuholen, wo sie steht und Heiligkeit, um einen Lebensstil der Heiligung und Ehrlichkeit vor Gott im Lobpreis zu etablieren.
Über ihren Auftrag sagt sie deshalb »Ich habe gehört, dass Menschen oft Predigten vergessen, aber sich an Songs erinnern. Das gibt uns Songwritern und Lobpreisleitern die eingegrenzte, aber aufregende Verantwortung, gute Theologie an unsere Generation weiterzugeben.«
MIttlerweile ist die Engländerin in die USA übergesiedelt und legt mit »Yesterday, Today & Forever« ihr erstes komplettes Lobpreisalbum vor. Doch was heißt Lobpreisalbum? Für jeden, der jetzt an Matt Redman und Konsorten denkt, sei klargestellt: Vickys Musik bewegt sich radiotauglich irgendwo zwischen Avril Lavigne und Rebecca St. James. So schwierig diese Vergleiche auch immer sind, so hörenswert ist die Scheibe doch.
Textlich malt das Album biblische Wahrheiten in neuen, wunderbaren Bildern. Dabei steht immer wieder Gottes Treue zu den Menschen und die Antwort des Anbetenden auf diese Treue im Vordergrund. Ein Album, das auf hohem musikalischen Niveau einladen will zu einer ehrlichen, wachsenden Beziehung zu Gott.
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