VASILISK wurde 1985, nach dem Ende der politischen aktiven Gruppe "White Hospital" von Tomo Kuwabara zusammen mit Yukio Nagoshi (percussions/guitars) und Chiaki (percussions) gegründet.
Das erste Album 'Whirling Dervishes' erschien als limitierte LP bereits 1987 auf Eskimo, dem Label von Yun 'Grim' Konagaya. Auffallend am Album war vor allem der Einsatz ungewöhnlicher Instrumente: so fanden unter anderem afrikanische Haut-Trommeln, afrikanische Flöten, tibetanische Percussion und "Ancestor's voices" Verwendung. Bereits ein Jahr später, 1988, wurde der Nachfolger 'Mkwaju' in identischer Besetzung und auf demselben Label ebenfalls als limitierte LP veröffentlicht.
Nach dem Erscheinen des Albums stiegen Tomo und Yukio in das neue Projekt Candy Caim von Rose McDowall ein, mit dem sie die meiste Zeit des Jahres 1988 durch ihre Heimat Japan tourten. Etwa zu dieser Zeit unterbreitete ihnen Luciano Dari (bekannt z.B. durch seine Zusammenarbeit mit The Hafler Trio und seine Arbeit als Wajd) das Angebot, das nächste Album auf seinem Label Musica Maxima Magnetica zu veröffentlichen - 1989 wurde das Produkt dieser Zusammenarbeit in Form von "Acqua", welches in unveränderter Besetzung in London und Neapel aufgenommen worden war, veröffentlicht; auch dieses Werk wurde auf Vinyl in limitierter Auflage unter die Leute gebracht.
Wieder zurück aus Europa selektierten und remixten die Drei das Material ihrer ersten drei Arbeiten, um die ihrer Aufassung nach intensivsten Stücke unter dem Namen "Liberation and Ecstasy" wieder auf Musica Maxima Magnetica erstmals auf CD zu veröffentlichen (1990).
Es folgte eine lange Pause von 5 Jahren: Tomo reiste fast zwei Jahre lang durch Asien, um seine Identität als Asiate zu finden - - angesichts der langen Auszeit hatten viele Leute, welche sich von dieser einzigartigen Band so viel versprochen hatten, die Hoffnung auf ein erneutes Lebenszeichen schon fast aufgegeben.... - gottlob blieb diese Erwartung unerfüllt, denn ganz im Gegenteil wurden in dieser Zeit zwei bis heute unveröffentlichte komplette Alben aufgenommen, nämlich 1993 "Tongue" in der neuen Besetzung Yayoi (voice), Hidero (guitars) und Tomo (percussions) sowie 1995 dessen Nachfolger; dazwischen lag 1994 ein Auftritt beim Contemporary Music and Art Festival sowie eine TV-Dokumentation über die Band in Moskau. Leider entschloss man sich aber aufgrund des nach Auffassung der Band mangelhaften Sounds, die fertigen Aufnahmen nicht zu veröffentlichen.
Man beschloss künftig songorientierter vorzugehen, einschließlich der Einbeziehung einer Sängerin - doch es stellte sich schnell heraus, dass diese Richtung für Vasilisk die unpassende war, denn die Texte, die bei vielen anderen Künstlern als exponiertes Ausdruckmittel dienen, wurden von der Band als Restriktion empfunden, da sich viele Zuhörer zuvorderst über die Texte einen Eindruck von der Musik verschaffen und sich ihr Bild der Gruppe prägen lassen.
Nach diesen wirren Jahren traf Tomo Tsuyoshi (keyboard), und zusammen starteten sie eine Neuauflage von VASILISK mit einem neuen Klangbild und einer neuen musikalischen Ausdrucksweise. Sie bewunderten den Technosound mit seinen ausgeprägten Rhythmen, der in der Lage war, einen Trancezustand nach alter schamanischer Tradition hervorzurufen. So wanden sie sich dem psychedelischen Trance zu, der ebenfalls ohne Worte stimulierend direkt auf das Gehirn wirkt.
Diskographie:
1) Whirling Dervishes (1987) - Eskimo Records (LP; ltd)
2) Mkwaju (1988) - Eskimo Records (LP; ltd)
3) Acqua (1989) - Musica Maxima Magnetica (LP; ltd)
4) Liberation and Ecstasy (1990) - Musica Maxima Magnetica (CD; Compilation)
5) Sixth Darshan (1998) - Third Ashram Records (CD)
6) w/Dissecting Table: Saddharma / Tibetan Liberation (2011) - Steinklang (CD; A5-Cover)
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