TYGAPAW wuchs als Dion McKenzie in Mandeville, Jamaika, auf. Heute lebt der Künstler, Produzent, DJ und Labelbesitzer in Brooklyn, New York, wo sie den größten Teil eines Jahrzehnts damit verbracht haben, Frequenzen zu erheben, die für die schwarze elektronische Musikdiaspora repräsentativ sind. Ihre Klangpalette - die von der Dancehall ihrer Heimatstadt genauso geprägt ist wie der Techno, der aus den Lagerhäusern von Detroit stammt - hat sie zu einer unverzichtbaren Figur in Brooklyns elektronischer Musikszene gemacht.
Seit 2014 bewegt sich McKenzie durch ihren queeren Clubabend und gründete das Label Fake Accent schafft sie Räume in New York für queere People of Color. Die Plattform ist Teil ihrer breiteren Mission, Räume für marginalisierte Menschen, insbesondere Schwarze, Queer und Trans-Menschen, zu schaffen, eine Agenda, die in die verschiedenen Schichten der Arbeit des Künstlers eingebettet ist. Frühe Platten wie die bahnbrechende EP "Handle With Care" (2019), "Ode To Black Trans Lives" (2020) und ihr Debütalbum "Get Free" (2020) etablierten McKenzie nicht nur als geschickter Produzent, sondern auch als emotionaler Geschichtenerzähler. Durch ihre Produktion sind sie dafür bekannt, Geschichten über queeres Einwandererleben, radikale Selbsterhaltung und schwarze gemeinschaftliche Freude miteinander zu verweben.
Ihre Musik ist, ähnlich wie New York, ein kultureller Eintopf, der von Einflüssen lebendig gemacht wird, die so lokal sind wie die New Yorker Ballroom-Community und so weit entfernt wie Berlins Hard-Techno-Kreis. Im Jahr 2021 engagierte eine der wichtigsten Techno-Institutionen, der Berliner Veranstaltungsort und Plattenlabel Tresor, MacKkenzie, um zu ihrer Zusammenstellung zum 30-jährigen Jubiläum beizutragen, bei der der Musiker in Begleitung von Techno-Kornen wie den Mitwirkenden Juan Atkins, K-HAND und Robert Hood war. Im Jahr 2022 erweckte McKenzie ihre visionäre Einstellung zu Techno mit einer dreiteiligen Techno-Oper "Devil Woman (Obeah Woman)" zum Leben - deren erste Iteration im New Yorker The Chocolate Factory Theater und im Queens Museum uraufgeführt wurde, bevor das Projekt nach Berlin reiste.
2023, TYGAPAWS zweites Album "love has never been a popular movement" wurde im Frühjahr auf Fabric Originals veröffentlicht. Dieses Album ist aus mehreren Gründen etwas Besonderes: Es ist das erste Album, das der Musiker mit Hardware und nicht mit Ableton produziert hat, sein erstes Album, das seinen Gesang prominent zeigt und McKenzie auch seinen Songwriting ausprobiert. In acht Tracks, die über atmosphärischen Techno und East Coastclub hinweghüpfen, war Liebe noch nie eine beliebte Bewegung, mit unerschütterlichem Selbstvertrauen, heftiger Selbstliebe und TYGAPAWS Reise als jamaikaner Abrechnung mit ihrer Trans-Identität. 2026 veröffentlichte TYGAPAWS ihr drittes Album "Together You Gather All Power Apples Worldwide" ebenfalls auf Tresor Records.
← Zurück