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Detailierte Künstler Informationen: Superkind

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Superkind

superkind* heisst die neue, fünfköpfige Band aus der Schweiz, welche Pop mit deutschen Texten und weiblicher Stimme zelebriert.
Die Band ist seit sechs Jahren zusammen, erfand, erdachte und ass und trank, was gegessen und getrunken werden musste, um dem eigenen Innern immer näher zu wachsen, um es deutlicher hören, sehen und nach aussen hin darstellen zu können.
Ihre Wurzeln hat superkind* in der Ostschweizer Stadt St. Gallen. Als Schülerband mit Namen "Daddy's Cosset", was soviel wie "Papa's Liebling" bedeutet, hüpften sie auf Englisch und Deutsch durch verschiedene Stilrichtungen. Jedes Wochenende probten sie in einem fenster- und frischluftlosen Fabrikkeller, vor dessen Türe regelmässig geschissen und gepisst wurde.
Zweck's Studium zogen Tau, Pan, Ralle und Reto nach Zürich. Ludwig, der erste Gitarrist der Band, verliess die Combo und Felix stiess dazu. Man entschloss sich, nur noch deutsch zu singen und "kussecht" zu heissen. Konzerthöhepunkte waren 1994 und 1996 das Off- Jazz Festival in Montreux, 1996 die Europopdays in Freiburg und das Openair St.Gallen. Ende 1996 wurde die Band von BMG Ariola Hamburg gesignt und hatte somit die Mittel, ihre Soundvorstellungen zu realisieren und das erste Album aufzunehmen. Die Ausbildungen wurden unterbrochen, superkind* geboren.
Mit Hilfe des wahlamerikanischen Produzenten Federico Panero nahm superkind* im Sommer 1997 sechzehn Songs in der Schweiz auf. Gemischt wurde in den East Side Sound Studios in New York, gemastert von Howie Weinberg in den Master Disc Studios in Manhatten. Vierzehn Tracks sind auf dem Debutalbum mit Namen superkind* zu hören. Für zwei davon arrangierte Dave Arnold Streichersätze, welche von den London Symphonics eingespielt wurden. (Dave Arnold komponierte unter anderem die Filmmusik zu "tomorrow never dies", "independence day", und begleitete auch den Song "Play dead" von Frau Gudmundsdottir.)
Die Single "mein Herz hat zwei Flügel" enthält Remixes von Roli Mosimann, welcher unter anderem "Faith no more" und "the young gods" produzierte und vom englischen DJ Team Eskimos and Egypts.
Die Klangwelten, in welche superkind* seine Hörer entführt, sind von sehr eigener und vielfältiger Natur. Denn Reto (drums, songwriting), Pan (keyboards, songwriting), Ralle (bass, songwriting) Felix (guitars, songwriting) und Tau (vocals, lyrics, songwriting) laben sich an unterschiedlicher Nahrung, gebären Verschiedenes, mischen es und es wird superkind*. Livesounds werden mit elektronischen Loops und Samples so gemischt, dass die Musik nach Schweiss stinkt und nach zarten Veilchen duftet. Mit geballter Kompositionskraft ist superkind* grosser Ausdrucksformen fähig, und schreckt für die Illustration seiner schillernden Reise vor nichts zurück.
Als Querverweis eignet sich dabei ein historischer Bogen von siouxie & the banshees über den expressiven wave des englischen Labels 4AD bis zur grenzenlosen Kunst von Björk. Und ebenso wie die isländische Eisprinzessin verweigert sich das Schweizer superkind* dem Offensichtlichen und erforscht auf der Suche nach Gefühl das elektro- akustische Nichts, das Bittersüsse. Im Material verzeichnet sich dabei ein feines mit- und nebeneinander aus Harmonien, Gitarrentupfern und Lärmanflügen, Streichern und Beats. Über und durch solch kunstvoll geschichtete Arrangements windet sich Tau's Gesang, dessen Inhalte den weichen Klang ihrer Stimme Lügen strafen. Tau beschreibt mit ihrer multiplen Stimme den Film zur Musik, lässt ihre pechschwarze, unschuldige Seele implodieren, kotzt sie aus und zeigt uns Bilder voller Naivität und Gewalt. Ihre Texte führen einem in Welten, welche man noch nie zuvor gesehen, doch schon immer erahnt hat. Zwischen Obsession und spielerischer Neugierde wird in finstere Abgründe geblickt- eigene und fremde, denn die Monster, die uns hier entgegenblicken leben in uns allen.
In diesem Superkinderzimmer steht die Tür offen und keiner weiss, was dahinter verborgen ist. Nur das Superkind hat eine Ahnung, denn dieses Kind ist nicht unschuldig, es ist ein Kind der letzten Zuckungen dieses Jahrtausends. Ein altes, junges, egoistisches, neugieriges, wissendes, romantisches, zärtliches, dämonisches, tanzendes, träumerisches und gewissenloses Kind. Du liebst oder hasst es, aber egal ist es dir nicht, und wenn du glaubst es zu kennen, ändert es sich und es streichelt und küsst dich, nachdem es dich mit der Gabel in den Hals gestochen hat.







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