Stonebride, die Speerspitze des kroatischen Stonerrocks, ist ein Monster, urzeitlich wild, ungeschliffen, wie man es sich wünscht. Dazu feine psychedelische Spitzen. Genau wie Neil Fallon (Clutch), mit dem ihn auch noch eine dezente Ähnlichkeit verbindet, greift der Sänger Krnfa auch ab und an zur Gitarre. Die entstehenden langen Jam-Parts und Taktwechsel haben einen ähnlichen Effekt wie Songs von Tool: Der Hörer wird immer wieder aufs neue überrascht von den sich verändernden Rythmen und ist gezwungen sich an eine andere Entwicklung des Songs zu gewöhnen.
Inner Seasons ist das erste Album der Balkanrocker und mit seinen fünf Songs in 40 Minuten haut dir Stonebride ein in Stein gemeißeltes Monument von feinstem „Blues-driven sludgerock-amped Stonervibes“ um die Ohren. Am Besten die Anlage ordentlich aufdrehen und urzeitliche Kraft tanken. Oder direkt zu einem der vielen Europa Konzerte der Jungs gehen, das ist sowieso unvergesslich, so wie die kroatische Geschichte unvergesslich ist. Geprobt wird im alten Kriegsbunker, das Leben wird genossen, es wird angepackt, keine Zeit verschwendet, das Leben kann kurz sein. Das wissen Bewohner eines Landes, welches sich noch vor nicht allzu langer Zeit im Bürgerkrieg befand, leider zu genau.
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