Als Inspirationsquellen nennt er klassischen Pop, Drum’n’Bass, Reggae und Funk, er hat ein feines Ohr für gute Melodien und ein untrügliches Gespür, was auf einer Bühne zu tun ist, um die Anwesenden in seinen Bann zu ziehen. Er ist Sänger, Songwriter, Produzent, Multiinstrumentalist – und hey – sieht auch noch verdammt gut aus. Gestatten: Steve Appleton, 19 Jahre, britischer Staatsbürger. Derzeit arbeitet er an seinem Debütalbum, das im Sommer 2009 veröffentlicht wird. Seine erste Single „Dirty Funk“ erscheint bereits am 27. März.
Steve begann bereits in frühester Kindheit mit dem Klavierspielen. Stets ermutigt von seiner Familie, offenbarte sich schnell ein unübersehbares musikalisches Talent. Als Teenager brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei und verbrachte seine Freizeit damit, mit Hilfe einfachsten Equipments in seinem Zimmer eigene Songs aufzunehmen. Mit fünfzehn beschallte Steve Appleton mit seinen Klavierkünsten ein feines Restaurant in Soho, wo er lernte, gehört zu werden, ohne zu unangenehm aufzufallen. „Ich bearbeitete das Piano, als wenn ich ein Konzert geben würde, schließlich hatte ich vier Stunden am Stück zu spielen und musste mir etwas einfallen lassen, damit mir nicht langweilig wird“, schmunzelt er. „Ich habe deshalb sehr viel improvisiert, aber mit der Zeit hatte ich mir auch ein ansehnliches Repertoire aus Songs der Sechziger und Siebziger Jahre draufgeschafft.“
Hinter den Kulissen und weit weg vom Hintergrundgeklapper der Restaurant-Küche, bastelte Steve weiter an eigenen Songs und entwickelte dabei einen markanten Produktions-Sound. „Viele meiner Kumpels stehen auf Drum’n’Bass, auf chillige Gitarrenmusik oder einfach nur auf HipHop“, erklärt Steve. „Ich liebe alle diese Genres – und ich will sie am liebsten alle auf einmal hören.“ Ein gutes Beispiel für Steves Herangehensweise an Musik und Songwriting ist das Stück „Dirty Funk“. Der Song ermöglicht dem Hörer tatsächlich die Möglichkeit, alle erwähnten Musikstile gleichzeitig zu hören: In der Summe ist „Dirty Funk“ eleganter, charismatischer Pop, der sonnendurchwirkt-melodischen Singer-Songwriter-Vibe mit funky Drum’n’Bass und modernem Storytelling gekonnt miteinander verbindet – quasi Jack Johnson vs. Pendulum, moderiert von Mike Skinner.
Einer der Schlüsselsongs in Steves bisherigem Repertoire trägt den Titel „That’s Life, Part One“, ein musikalischer Kurztrip durch sein bisheriges Leben. Geplant ist, dass wir auf kommenden Alben erfahren werden, wie es Steve weiterhin ergeht – „That’s Life, Part Two“ wird also genau dort anknüpfen, wo der Vorgänger endete, nämlich jetzt. Momentan liegt uns also eine Beschreibung der Lebensjahre Null bis achtzehn vor. „That’s Life, Part One“ ist ein ebenso lebhafter und inhaltlich üppiger Song, doch natürlich gibt es einige Fakten, die der Text nicht abdecken kann: Steve wurde in Surrey geboren, wo er als Mitglied einer großen Familie aufwuchs. In den Schulunterlagen finden sich u.a. Hinweise auf sein Talent, Mitschüler vom Unterricht abzulenken. Seine erste musikalische Erinnerung ist ein Video der Red Hot Chili Peppers, sein erstes Konzert war Nelly („damals – wenn vor vier Jahren schon als ‚damals’ zählt“) und sein erstes Festival war Reading 2005. Heutzutage versucht Steve, zu so vielen Konzerten wie möglich zu gehen. „Ich nutze jede Gelegenheit, die sich mir bietet, um Live-Musik zu sehen, von Rock über Jazz bis zu Drum’n’Bass. Und so ziemlich alles dazwischen. Konzerte sind ein guter Ort um dazu zu lernen, wenn man sich den Job rausgesucht hat, den ich habe.“
An einem Freitag im Sommer 2007 unterschrieb Steve Appleton seinen Vertrag beim Label RCA. Aber anstatt am darauf folgenden Tag mit der Arbeit an seinem Album weiter zu machen oder mit ein paar Freunden feiern zu gehen, verschwand er mit ein paar Kumpels auf Interrail-Tour. Es war die Abschiedsreise, bevor die Freunde ihr Studium an verschiedenen Unis des Landes antraten und Steve sein Album komplettierte.
Vor kurzem wollte er nur schnell ein paar Saiten in seinem Gitarrenladen kaufen, als ein Werbedisplay in der Ecke mit der Aufschrift „Stage Setup – Ready for Action“ seine Aufmerksamkeit erregte. Als er den Shop wieder verließ, hatte er eine Licht-Traverse, eine Nebelmaschine und einen Satz Laser bestellt - die perfekte Ausrüstung, um seine großartigen Live-Shows zusätzlich aufzupimpen. Ein wichtiger Hinweis: Bitte buchen Sie rechtzeitig! Dies hier ist kein herkömmliches zwei-Typen-und-eine-Hundetoilette-Tour-Setup und Steve - stets auf der Suche nach tollen Ideen und ungewöhnlichen Konzert-Locations - ist ganz bestimmt kein herkömmlicher Künstler.
„Alle meine Songs basieren auf tatsächlichen Erfahrungen“, sagt Steve, „Ich wollte nicht, dass sie nur von Liebe, Lust und Trennung handeln. Der Titelsong des Albums, ‚When The Sun Comes Up’ beschreibt die großartigen Nächte, aus denen ein Teenager-Leben so besteht. Es ist der Sound der Clubs, in denen man bis 5 Uhr morgens abfeiert, es ist der Sound der Nachtbusse, die durch die Stadt brettern, es ist der Sound der ersten U-Bahn am Morgen, die einen nach Hause bringt, runtergerockt aber glücklich - während die frisch geduschten Berufspendler in die Abteile strömen, bereit für einen neuen, stressigen Arbeitstag. Es ist ein Song, der vom Jungsein handelt, etwas, mit dem wir alle irgendwann mal zu tun haben und klarkommen müssen.“ Solltest du jetzt ein vages Klangbild im Kopf haben, das sowohl modern als auch traditionell ist, gleichzeitig elektronisch und akustisch, dir aber beim besten Willen nicht vorstellen kannst, wie dies in der Praxis umsetzbar sein soll – dann musst du dir nur Steve Appletons Songs reinziehen.
Okay. Das ist nun also eine Momentaufnahme aus Steve Appletons Leben, Teil eins. Was im zweiten Teil passieren wird, bleibt abzuwarten, doch Steve ist bereits mit Feuereifer dabei, Gigs zu arrangieren, hat dabei ordentlich Spaß, lacht viel und benimmt sich auch ab und an mal daneben – weil das eben auch dazu gehört. „Ich will da stehen, wo das Licht ist“, sagt er – ein Kommentar, der gleichermaßen etwas über seine Zukunft im Scheinwerferlicht des Weltöffentlichkeit aussagt als auch seinen ununterdrückbaren Impuls, sofort nach Frisbee und Kühlbox zu greifen, sobald sich der Sommer mit den ersten Sonnenstrahlen ankündigt.
Übrigens: Die Sache mit der Weltöffentlichkeit könnte dabei schneller gehen, als man denkt - ab Ende Februar 2009 laufen im deutschen Fernsehen TV-Spots, in denen Appleton und seine Musik die Hauptrolle spielen. Beworben wird allerdings ein ganz anderes Produkt: Der Brite ist das neue Gesicht der diesjährigen Kampagne des Auto-Herstellers Smart, die bis Ende März in allen Medien rauf und runter läuft. Seine unwiderstehlich gutgelaunte Debüt-Single „Dirty Funk“ ist der offizielle Soundtrack zum Werbespot.
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