Die Band
2003 finden sich drei der heute fünf Mitglieder von Rocketchief in Münster zusammen: Stephan Gall, Pascal Berke und Josua Lidzba. Später stößt Phillip Thiemann hinzu, der Rocketchief drei Jahre lang bereichert, inzwischen die Band aber wieder verlassen musste. Sänger Frederic Reidenbach vervollständigt Rocketchief 2005. Kurz darauf wird mit den Aufnahmen der „Join My Rocket“ EP begonnen, die seit dem Frühjahr 2007 vorliegt. Für Thiemann hat mittlerweile Robert Kahr übernommen.
Die Musik
Das Debüt “RISE OF THE MACHINE“ (Veröffentlichung: 16.04.2010 auf Fastball Music) der fünf Münsteraner von ROCKETCHIEF zeigt, wohin die Reise in Sachen derber Rockmusik im neuen Jahrzehnt geht: glühende Reminiszenzen an die Zeit, als der Rock´n´Roll noch jung und unverbraucht war, bilden die Grundlage von 13 abwechslungsreichen Songs voller staubtrockener Handkanten-Riffs, gekonnter Psych-Einwürfe und unwiderstehlicher Bang-Imperative. Kurzum, die Platte lebt, atmet und reißt mit.
Beim Hören sticht ein ums andere Mal das hochmarkante Organ von Sänger Freddy hervor, das sicherlich mit reichlich Schnaps und Kippen herangezüchtet wurde.
Den Sound der Platte könnte man insgesamt als zeitgemäß unzeitgemäß beschreiben – ehrlich, direkt und erdig. Mit anderen Worten, man hört, was die Leute wirklich gespielt haben und dass sie dabei reichlich Spaß hatten.
Das beachtlich abgezockte Level des Songwritings erklärt sich dabei nicht zuletzt durch den musikalischen Werdegang von Gitarrist Stephan Gall (u.a. Misery Speaks). Neben tanz- und moshbaren Songs, geben sich ein ums andere Mal lässige Bluesparts sowie walzende Stoner-Lawinen die Ehre. Produziert wurde „RISE OF THE MACHINE“ in der renommierten Oldenburger Tonmeisterei (Long Distance Calling, The Now Denial) unter der Regie von Roland Wiegner, der Hits wie “Get Lost” oder “Start It Right” den nötigen Punch verpasste.
Dickes Ding für Fans von Black Sabbath, AC/DC, Gluecifer, Wolfmother, Volbeat, Down und QOTSA.
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