Im Jahre 1972 trug es sich zu, dass ein gewisser Rupert Hine von einem gewissen Trevor Morais in eine Scheune eingeladen wurde. Die war irgendwo im ländlichen England; der Trevor wohnte dort (gleich neben der Scheune), und in der Scheune selbst sollte etwas stattfinden, das von ihm als "Megajam" bezeichnet wurde.
Was der Rupert dort vorfand, waren zwanzig Musiker, die alle zugleich spielten. Der Rupert hatte selbst auch noch ein paar Leute mitgebracht und fand sich in einem Getöse wieder, das er als einen der "most enjoyable evenings" in seinem Leben als Musiker erfuhr.
Was dort gespielt wurde, war Musik nur für Musiker, wie er zugeben musste - nichts für die Ohren der Öffentlichkeit! Man traf sich in der nächsten Zeit dort wieder, nach und nach wurde aber die Zahl der Mitglieder geringer, dafür spielten sie effizienter, und aus denen, die dauerhaft dabei blieben, entstand allmählich Quantum Jump - die offizielle Bandgründung fand 1974 statt. Mit von der Partie waren außer Hine und Morais John G. Perry, den Rupert Hine schon zu den Aufnahmen seines zweiten Soloalbums getroffen hatte und der wegen dieses neuen Projekts seine Band Caravan verließ; schließlich wurde ein hervorstechender Ausnahme-Gitarrist gesucht; in die engere Auswahl kam zu der Zeit Andy Summers (später bei Police), aber den endgültigen Zuschlag erhielt Mark Warner, der als "Session-Gitarrist" galt und vorher schon für Kevin Ayers gespielt hatte. Jeff Levinson übernahm den finanziellen Teil der Produktion, und als Engineer fand sich kein geringerer als Steve Nye (später bei "Japan"). Die Texte schrieb David McIver, der schon vorher mit Rupert Hine gearbeitet hatte, und auf einem Song ("No American starship") Jeanette Obstoj, die Rupert Hines weiteren Weg begleiten sollte.
Als großer Hit des ersten Quantum-Jump-Albums erwies sich "The lone ranger", aber der Weg zu seinem Erfolg war weit: zunächst sollte der Song mit einem instrumentalen Groove beginnen, aber Jeremy Thomas vom Label (Electric Records) suggerierte die Möglichkeit, dass der Song zum Hit würde, wenn er mit einer Idee startete, die den Hörer gleich in den ersten 15 Sekunden packen könnte. Hine, dem als Produzenten dieser Gedanke nicht fremd war, nahm die Anregung auf, suchte im Guiness-Buch der Rekorde das längste Wort der Welt und entdeckte schließlich einen geographischen Eigennamen aus Neuseeland (Maori-Sprache). Also lernte Hine, wie man das Wort aussprach, und schon war das Intro perfekt.
Viel später sollte sich diese Idee als richtig erweisen, aber zunächst wurde der Song von der BBC verworfen, weil sein Text dezente Andeutungen auf Drogen und Homosexualität enthielt. Nach drei Jahren - Quantum Jump hatten sich nach nur zwei Alben längst aufgelöst - fragte ein gewisser Kenny Everett nach, ob er den Song für seine "Kenny Everett Video Show" nutzen dürfte, und da diese Show ein Erfolg war, wurde der Song in ihrem Kielwasser auch endlich ein solcher; als Rufe nach einem Re-Release laut wurden, nahm die Band noch einmal ein "Mixing"-Album auf, das außer einer neuen Version dieses Songs auch einige andere Nummern der zwei Bandalben mit Overdubs enthielt.
Die geringe Lebensdauer der Band deutete sich schon in den zwei Jahren an, die zwischen ihrer Gründung und der Veröffentlichung des ersten Albums verstrichen; Mark Warner war bei Cat Stevens eingestiegen; die Band hatte das Studio gewechselt und mixte ihre Aufnahmen jetzt mit Jerry Smith von Trident Studios; David McIver war in die USA umgezogen. Quantum Jump nahmen mit "Barracuda" ein zweites Album auf, für das nun Jeanette Obstoj und Martin Hall (der mit Peter Gabriel gearbeitet hatte) je eine Hälfte der Texte schrieben. Als Gastmusiker ließ sich mit Geoffrey Richardson noch einmal ein Ex-Mitglied von Caravan gewinnen. Jedoch erreichte das zweite Album nicht mehr diese spannungsreiche Aufbruchsstimmung des Debüts, und die Band erkannte offenbar selbst, dass ihre Zeit um war. Es sollte einige Jahre dauern, bis Rupert Hine sein nächstes Projekt startete.
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