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MISC - Früher als "Monophace" unterwegs.

Christopher Bleckmann und Hannes Werner lernen sich während ihrer Arbeit in einer Münsteraner Videothek kennen, in der sie sich die Nachtschichten teilen. Bleckmann kommt ursprünglich aus Bremen und hat eine klassische Ausbildung als Musiker genossen. Das hält ihn aber nicht davon ab, sein Interesse an elektronischer Musik dergestalt auszuleben, dass er während der 80er-Jahre die neuesten Synthesizer in den Fachgeschäften seiner Heimatstadt mit großem Enthusiasmus ausprobiert. Was diese auf Dauer nicht goutieren und ihm schlicht Hausverbot erteilen. In Münster richtet Bleckmann sich dann zuhause ein kleines Studio ein, womit er insbesondere instrumentalen Hip Hop produziert. Werner dagegen stammt aus Kassel. In den frühen 90er-Jahren kommt auch er mit Techno in Berührung und lässt sich davon anstecken. Bis zu ihrer Begegnung hat er keine eigenen Gehversuche unternommen. Was beide indes eint, ist die Begeisterung für elektronische Klänge.

Jüngstes Ergebnis ist das misc.-Album "in between", eine State-of-the-Art-Aussage zur aktuellen Techhouse-Landschaft.

"Monophace als unser erstes releastes Projekt hat ja den Weg von Drum and Bass zu experimentellem Breakbeat genommen. Die Idee zu unserem letzten Album auf K2o kam, nachdem wir von Drum and Bass als reine Format-Clubmusik genug hatten und mit unseren neuen Tracks bei allen Labels abgeblitzt sind. Da haben wir uns gesagt: Jetzt machen wir nur noch das, was uns an Breakbeat gefällt, ohne Rücksicht auf Format, Geschwindigkeit oder Clubfunktionalität. Da wir ab da soundmäßig alles durften, haben wir uns vor Output fast überschlagen, das war sehr befreiend."

"Bis vor kurzem haben wir ja noch mit einer Mischform von Hardware-Equipment und Software gearbeitet. Das Equipment stieß aber schon seit längerem an seine Grenzen und wir hatten das Gefühl, dass da nicht mehr herauszuholen ist. Dann haben wir komplett auf Computerproduktion umgestellt, weil diese Arbeitsweise einfach Möglichkeiten eröffnet, die wir mit Hardware nicht realisieren konnten. Teile unseres alten Studios haben wir aber behalten, um zum Beispiel unsere über Jahre gewachsene Sound-Library weiter nutzen zu können. Für ein analoges Feeling benutzen wir auch oft die Wandler unseres Akai-Samplers, um Sounds in den Computer zu sampeln oder schließen einen alten Synthie an, um einen bestimmen Sound herauszubekommen."


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