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Detailierte Künstler Informationen: James K

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James K

James K ist die House- und Ambient-Persona der bildenden Künstlerin Jamie Krasner. Die seit einigen Jahren in Berlin lebende Krasner hat unter ihrem Alias bereits mehrere Platten veröffentlicht – unter anderem auf dem Dandy-Label Dial sowie auf Incienso Records, dem Label des New Yorker Leftfield-House-Aggregators Anthony Naples. Für ihre eigene Musik – genauso für ihre äußerst beliebte zweimonatlich gesendete NTS-Show »Trip Lick« – gilt: Am Anfang aller Stücke steht ein Sample, entweder aus gefundenem Material oder von ihr selbst mit der Gitarre eingespielt. Dabei entstehen rauschige, elegante Tracks zwischen Ambient, Akusmatik und PC-Musik, die auch an Postpunk Anschluss findet. Doch James K hat kein großes Interesse an Genregrenzen, stattdessen versucht sie, mit ihrer Musik Emotionen einzufangen.

Obwohl Krasner schon als Kind mit Gesang, Gitarre und Geige musizierte, begann sie erst 2007 mit elektronischen Produktionen, als sie von ihrer Heimatstadt nach Providence zog, um an der Rhode Island School of Design Druckgrafik zu studieren. Dort vertiefte sie sich in die feministischen Theorien von Judith Butler und Donna Haraway, die sie in ihre Abschlussarbeit einfließen ließ: eine Performance namens „Venomist Manifesto“ und die dazugehörige Videoinstallation „Water Signs“, die die Fragmentierung und „Verflachung“ von Persönlichkeiten im Zeitalter sozialer Medien untersucht. Diese postmodernen Fixierungen spiegelten sich in ihren damaligen musikalischen Interessen wider. Sie tauchte in die stets lebendige Noise-Szene von Providence ein, experimentierte mit Ableton und Homerecording und arbeitete mit Galcher Lustwerk und DJ Richard und Young Male von White Material zusammen. Mit DJ Richard und Lustwerk gründete sie sogar eine Band namens Vikki T. Honda – eine „verrückte Kraft“, die einmal innerhalb weniger Stunden ein neun Titel umfassendes Album produzierte und es dann auf einer Party spielte.

Nach ihrem Abschluss 2012 zog Krasner nach New York City, und die Zusammenarbeit ging weiter: Sie sang auf Tracks mit Physical Therapy und Mykki Blanco und gründete mit Gobby das Noise-Pop-Projekt SETH, dessen Soloproduktionen einen ähnlich zersplitterten Geisteszustand ansprechen. Sie spielte in beliebten Brooklyner Treffpunkten wie dem Bossa Nova Civic Club und Home Sweet Home, wo sie und Gobby eine Nacht namens Life Alert veranstalteten. Sie fand dann ihren Weg durch Gesang und nahm intuitive, spontane Vokalisationen auf. Anschließend hörte sie sich die Aufnahmen noch einmal an, um die Worte zu finden. Manchmal überraschten die Dinge, die sie fand, sie selbst, wie zum Beispiel der morbide Refrain „I die“ auf dem verschwommenen „Drunktrack“, einem Song, der später seinen Weg auf PET fand. Krasner dachte, sie hätte 2013 eine fertige Version des Albums, aber nachdem zwei Angebote von Plattenlabels scheiterten, beschloss sie zu warten. 2015 veröffentlichte Krasner eine 7″-Platte mit frühen Versionen zweier PET-Tracks, „SOKIT To Me Baby“ und „Paranormal“, bei UNO, in der Erwartung, die Platte auch bei ihnen herauszubringen. Doch 2015 brachte andere Entwicklungen mit sich, über die Krasner lieber spricht – sie unternahm Schritte, um Drogen und Alkohol aus ihrem Leben zu verbannen, ihre Energie neu zu fokussieren und beschloss, das Album selbst zu veröffentlichen. Sie gründete ein Label namens She Rocks, das zeitgleich mit der Veröffentlichung von PET starten wird. Krasner hat vor, irgendwann Musik von anderen Gleichgesinnten zu veröffentlichen, darunter Gobby und der Berliner Produzent Wilted Woman. Das Album erscheint gemeinsam mit dem deutschen Label Dial, dessen Gründer Peter M. Kersten und David Lieske Krasner sich 2013 während ihres Aufenthalts in Berlin kennenlernten. Die in Vancouver ansässigen Kassettenhersteller 1080p, die 2015 die EP von SETH veröffentlichten, werden eine Kassettenversion herausbringen. Die Zusammenarbeit mit Menschen, denen sie vertrauen und die sie respektieren konnte, war für Krasners Selbstfindungsprozess von entscheidender Bedeutung, und mit der Besetzung war alles bereit, und PET war endlich wieder auf Kurs. So wie erfahrene Drucker mehrere Schichten und verschiedene Tintenkonsistenzen kombinieren, stapelt und verarbeitet PET seine Samples und Aufnahmen zu einem umwerfenden Ergebnis: Klänge verschwimmen und verschwimmen, Oberflächen verschieben und verziehen sich, Farben verlaufen. Popfragmente lösen sich über spärlichen Industrial-Beats auf, getaucht in duftige Dunkelheit.

Krasners dunkle und poetische Texte interagieren mit Hardware-Störungen und melodischen Synthesizern. Das von Krasner gesammelte rohe Klangmaterial nimmt langsam Gestalt an, ein Haustier, um das sie sich in einer oft feindseligen Außenwelt kümmern muss. Und indem sie sich um die Musik kümmerte, schuf Krasner eine Möglichkeit, sich um sich selbst zu kümmern. Nach längerer Pause seit ihrem Album "PET" 2016 folgten weitere EPs und Singles wie "036" (2021), "065" (2023) oder auch "Play" (2025). 2022 veröffentlichte sie ihr zweites Album "Random Girl".


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