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Detailierte Künstler Informationen: Inferno

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Inferno

Es gibt mindestens vier Bands mit dem Namen Inferno:

(1) Inferno war der Name einer Hardcore-Punkband aus Augsburg (1982–1990), die erfolgreich in der internationalen Punk-Szene der 1980er Jahre war und genau wie Vorkriegsjugend, die Entwicklung des Hardcore-Punks in Deutschland beeinflusste. Als Bandname und Titel des ersten Albums diente eine Textpassage des songs "SOS" von Toxoplasma ("...Inferno, Tod und Wahnsinn, auf Knopfdruck startbereit...").

Bandgeschichte

Die Band wurde 1982 aus einer Bierlaune heraus gegründet. Igor und Zong kannten sich bereits aus der Punkband Skandal. Howie und Pez komplettierten das erste Line-up. Zunächst coverten sie Lieder englischer Punkbands, komponierten aber auch recht schnell eigene Stücke.

Erste Veröffentlichung, bereits mit Archi Alert an der Gitarre und Praxe am Schlagzeug, wurde das Demotape Gott ist tot. Die Band spielte schnellen Hardcore Punk, der in Deutschland zu dieser Zeit ungewöhnlich war.

Thomas Ziegler, Labelchef von Mülleimer Records, verpflichtete die Band für den ersten Ultra Hardcore Power-Sampler mit den damaligen Punkgrößen Normahl und Chaos Z. Auf Grund der überschwänglichen Reaktionen auf ihre Beiträge führten zu einer Ausweitung des Vertrages auf ein Album. Tod und Wahnsinn erschien noch im gleichen Jahr und machte die Band auch international bekannt. Über das Maximum RocknRoll-Fanzine kam der Kontakt mit Pushead zustande, der das Cover für das Debütalbum entwarf.

Inferno wirkten in den nächsten Jahren an einigen internationalen Kompilationen mit und erspielten sich auch im Ausland einen Namen. 1986 erschien eine Split-LP mit der japanischen Band Execute, mehrere EPs und das zweite Album Hibakusha. 1987 verläßt Archi Alert die Band und zieht nach Berlin, wo er 1993 Mitbegründer der Terrorgruppe wird. Mit Andreas wurde ein neuer Gitarrist gefunden. Weitere Line-Up-Probleme traten auf, Praxe stieg als Schlagzeuger ein. Die Band tourte im europäischen Ausland, unter anderem in Jugoslawien und England.

Das letzte Album It Should Be Your Problem wurde 1990 veröffentlicht. Es beinhaltet schnell gespielten Thrash Metal bzw. Speed Metal, der mit dem alten Hardcore Punk nur noch wenig zu tun hat. Auch das Cover ist an den Thrash Metal angelehnt und ebenso wurden die Texte nun ausschließlich auf englisch geschrieben. 1990 löst sich die Band auf und kommt nur für mehrere Auftritte 1992 wieder zusammen.

2007 erschien unter dem Titel Pioneering Work eine Werkzusammenstellung ihrer Veröffentlichungen auf Destiny Records.

Bedeutung

Inferno ist eine für die deutsche Hardcore- und Deutschpunk-Szene sehr einflussreiche Band. Sie waren die erste und bisher einzige deutsche Band für die Pushead ein Cover gestaltet hat. Eine weitere Pionierleistung ist die Veröffentlichung einer Split-LP mit einer ausländischen Band. Trotz der deutschen Texte war die Band auch im Ausland sehr populär.[2] Unter anderem coverte die Band S.O.D. ihr Lied Ram it Up als Hidden Track ihrer Speak English or Die-LP.[3]
Diskografie

Alben
Tod und Wahnsinn LP, Mülleimer Records, 1983
Live and Loud LP, A.M. Music, 1986
Split-LP mit "Execute" aus Japan, Pusmort, 012, 1986
Hibakusha LP, Rise and Fall Productions, R003, 1986
It should be your problem LP, R008, 1990
Death & Madness CD, Compilation, Grand Theft Audio, 1996
Die radikalen Jahre CD, Compilation, A.M. Music, 1997
Pioneering Work 2xCD Compilation, Destiny Records, 2007

Singles & Demos
Gott ist tot (Demo), 1983
The Son of God 7", R001, 1985
Ruhe vor dem Sturm 7", R002, 1986
Geschöpf ohne Gehirn 7", A.M. Music, S007, 1990
Die allerletzte 7", Campari 013/Rise and Fall Productions, R009, 1990

Samplerbeiträge
Ultra Hardcore Power, Mülleimer Records, Deutschland, 1983
Welcome to 1984, USA, 1984
Cleanse the Bacteria Pusmort, USA, 1984
Das waren noch Zeiten, A.M. Music, 1989
Schlachtrufe BRD, A.M. Music, 1990
Die Deutsche Punkinvasion, A.M. Music, 1993


(2) Inferno ist neben The Atheists und Downfall eine der bekanntesten Rockbands aus Liechtenstein im Stil der der 70er und frühen 80er Jahre.


(3) Inferno ist außerdem eine ukrainische Gothic Band.


(4) Inferno ist eine Black Metal Band aus Tschechien.

(5) Eine italienische Band aus Rom, die ihren Musikstil als "Sci-Fi Grind'n'Roll" bezeichnet, nennt sich ebenfalls Inferno.

Diskografie:

2004: S/T
2007: A Bullet Sounds the Same (In every Language) - Split mit OvO und Psychofagist
2009: Pompa Magna


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