Anfang der 80er aktives Instrumentalprojekt, welches jedoch stilistisch ganz deutlich im 70er Jahre Progressive Rock verwurzelt ist
Im August 1981 nahmen Mark Tannenbaum (Keyboards), Tony Spada (Gitarre), Jerry Lalancette (Bass) und Robert Hutchinson (Schlagzeug) vier rein instrumentale Songs auf, die eindeutig sehr tief in den 70ern verwurzelt sind. Zu einem fährt Keyboarder Tannenbaum mit Fender Rhodes, Mellotron, Mini Moog, Hammond und Arp Omni ein großartiges Arsenal analoger Klänge auf, neben ihm lässt Tony Spada die Saiten in sphärische Weite jubilieren, dass es eine wahre Freude ist. Der sinfonische, hochmelodische Progressive Rock strotz nur so vor Ausstrahlung und brillanter Melodieführung.
Holding Pattern bedienen sich aus einem reichhaltigen Fundus verschiedener Einflüsse. Der Opener "Another point of view", der seine innere Spannung aus einem ständigen, dramatischen Anschwellen des Hauptthemas bezieht, klingt wie eine Mischung aus Happy The Man und North Star. Das getragene, aber eindringliche "Honor before glory" fließt getragen von samtenen Mellotronklängen und weinerlichen Gitarrenfiguren à la Steve Hackett in einem fort. "Jigsaw dreams" lässt als einzigstes erahnen, dass dieses Album aus den 80ern stammt, den Rhythmus und Songaufbau sind etwas geradliniger und neo-progressiv angehaucht, aber doch voll Schönheit. "Out of the tunnels" greift dann wieder in bedrohlicher, düsterer Atmosphäre den Happy The Man Einfluss auf und virtuose Tastenfiguren verleihen dem Titel Dramatik und komplexen, spannenden Bombast.
Ein leider viel zu kurzes Kleinod aus vergangenen Tagen. Dennoch nicht nur für Sammler von verstaubten Klängen ein Hörgenuss.
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