There are more artists called Hammerhead:
1) Hammerhead were formed in 1990 in Moorhead, Minnesota in the United States of America. They disbanded in 1996 and reformed in 2010. They released four full length, mostly via Amphetamine Reptile Records, and some 7 inches as well. Their musical style can be described as Noise Rock/Punk/Hardcore.
2) Hammerhead ist eine deutsche Hardcore Band, die im Zeitraum 1989/90 in Bad Honnef bei Bonn gegründet und im Jahr 2004 zwischenzeitlich aufgelöst wurde. Sie ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen US-Noiserock Band.
Geschichte
„Hammerhead“ war neben den „7Inch Boots“ (später in „Bohren & Der Club of Gore“ umbenannt) und „Charley´s War“ eine der ersten deutschen Bands, die Hardcore spielten, der von New Yorker Bands wie „Agnostic Front“ oder „Cro-Mags“ beeinflusst worden war. Sie bewegten sich zu dieser Zeit innerhalb der im Entstehen begriffenen Straight Edge-Szene. Von diesem Image löste sich die Band allerdings kurz darauf und vollzog einen Wandel hin zu aggressivem Hardcore, mit deutschen vom Nihilismus beeinflussten Texten. Zudem setzte die Band stärker auf Provokation. Sie verwendeten beispielsweise ein Foto des Geiselnehmers von Gladbeck als Foto für ihr erstes LP-Cover.
Bei den ersten Single-Veröffentlichungen nannten sie sich noch Hammerhead B.T. - Die ersten Singles strotzten vor Energie und Emotionen in Ausdruck von Aggressivität und oft guten Live-Gigs. Obwohl nur 6 Songs auf der Single, waren darauf bereits "Live-Hits", wie einer der besten Tracks ever "Resist" und "BT-Crew". Dem Album "Stay where the pepper grows" (eben mit dem Geiseldramacover) war ein lustiges Begleitheft beigelegt. Auch gibt es einen Song auf dem sie ihre Huldigung an Rössner so transportieren, indem sie aus einem Interview mit ihm einige samples ("..für mich gibt es kein Gewissen...") beifügten.
Darauf folgten Konzerte mit Bands wie "GO!", "Gorilla Biscuits", "Quicksand", "Extreme Noise Terror", "SFA", "Yuppicide" "Hot Water Music" oder den "Lemonheads", sowie eine Europatournee mit der Band „Bad Trip“. Kontrovers dabei waren Auftrittsverbote in einem Teil der deutschen Konzertschauplätze, die auf der angeblichen politischen Unkorrektheit der Band, sowie der Angst der Veranstalter vor Randale fußten. Auftritte im Fernsehen fanden Mitte der 1990er unter anderem bei MTV oder der Talkshow „Arabella“ statt. Hammerhead prägte Mitte der 90er Jahre entscheidend den Wandel innerhalb der Szene vom Hardcore hin zu einer Rückbesinnung zu den Wurzeln des Punkrocks.
Im Jahre 2004 gab Hammerhead ihre Abschiedstournee. 2006 produzierte Headbert eine autobiografische Filmdokumentation mit dem Titel "Sterbt alle!". Mit diesem Film bereisten die Bandmitglieder bundesweit Kinos. 2007 wurde das Debütalbum auf dem bandeigenen Label auf CD und LP wiederveröffentlicht. Dabei musste das Cover wegen Einwänden des Vertriebs Broken Silence mit einem Deckblatt zensiert werden. Hammerhead spielte Ende des Jahres 2008 ein Reunionkonzert in Hamburg und veröffentlichte zu diesem Anlass eine Compilation-LP/CD mit raren bzw. vergriffenen Tracks namens „Cut the Melon“ auf Per Koro Records/Headbert. Seitdem ist die Band in Originalbesetzung wieder aktiv.
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