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Detailierte Künstler Informationen: Gallowbraid

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Gallowbraid

Bei GALLOWBRAID aus Utah handelt es sich um ein, bereits seit 2006 musikalisch aktives, Brüderpaar, das sich auf vorliegender EP ganz der Melancholie und musikalisch einer zwar eingängigen, aber sehr düsteren Melange aus melodischem Black Metal mit Folk- und Doom-Elementen verschrieben hat, wobei nicht zuletzt der Umstand, dass „Ashen Eidolon“ bei den geschmäcklerischen Doom-Spezialisten von Northern Silence erscheint, bereits von Qualität kündet.

Der Opener und Titeltrack kann dieses Versprechen bereits weitgehend problemlos halten, denn hier werden aufs Trefflichste schwarzmetallische Raspelvocals und sehnsüchtige, teilweise akustische Gitarrenmelodien mit Doom-Atmosphäre, Melodic Black/Death Metal- und Folk-Elementen kombiniert, dass man beinahe meint, im herbstlichen Wald zu stehen, Geruch nach verrottendem Laub, Bodennebel und heiseres Rabengeschrei inklusive.
„Autumn I“ macht seine Sache nicht wesentlich schlechter, lediglich kompakter und verströmt mit Akustikklampfe, dezenten Synthies, Flöten und Räuberchor eine fast greifbare, bittersüße, wohlige Melancholie, dass man sich nur so in seinem Weltschmerz suhlen bzw. seinen Kummer [respektive sich selbst] ertränken möchte.
Bevor es aber tatsächlich noch soweit kommt, richtet „Oak And Aspen“ die gemarterte Seele wieder ein bisschen auf: fest an den uralten, borkigen Eichenstamm gelehnt, tief durchatmen und schon schlottert man nicht mehr wie Espenlaub. Wer wollte da noch abstreiten, dass solch erhabene Melodien vielleicht sogar Leben retten [können]?
Das knapp einminütige „Autumn II“ beendet das schaurig-schöne Wechselbad der Gefühle von und mit GALLOWBRAID auch schon wieder, folkig, freundlich, es gibt noch Hoffnung.


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