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Detailierte Künstler Informationen: Fullar

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Fullar

Fullar (* 11. April 1986 als Andreas F.) ist ein DJ und Produzent aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Erfurt, Thüringen. Seine musikalische Bandbreite erfasst beinahe jedes Sub-Genre der Elektronischen Musik. Von Trance, Dance, Techno über House, Electro, Minimal bis hin zu Ambient, Trip-Hop und Chill-Out Tunes. Einzig das Drum 'n Bass Genre wird (bis jetzt noch) nicht bedient.

Musikalischer Werdegang:
Schon zu Grundschulzeiten beginnt Fullar sich für die damals aufkommende Techno-Musik zu interessieren. In ersten Kontakt mit derartiger Musik kommt er durch das "Happy Nation" der schwedischen Pop-Band Ace Of Base. Veröffentlichte diese Band vornehmlich Charts- und Populär-musikalisch orientierte Songs, so waren einige ihrer unveröffentlichten Album-Songs doch sehr Techno-beeinflusst. Einen weiteren Grundstein für Fullar's musikalische Identitätsfindung bildete die Mitte der 90er Jahre aufkommende Euro-Dance-Bewegung mit all ihren Größen (z.B. 2Unlimited, DJ Bobo, Haddaway, U96 usw.). Allerdings sollte es erst bis 1997 dauern, bis Fullar wirklich festes Interesse an elektronischer Musik behauptete. Hilfreich hierbei war einerseits sein Kumpel Florian, der irgendwie immer seiner Zeit voraus war, und auch als einer der ersten in Fullar's Freundeskreis Trance hörte und Fullar stets mit neuen Compilations versorgte, und andererseits die Antenne Thüringen Radio-Sendung "Der Club" mit dem Späteren Boogie Pimps-Mitglied Mirko Jakob. Viele Samstagabende verbrachte Fullar nun vor dem Radio um DJ-Mixe auf MC mitzuschneiden. Hierbei wurde Fullar's Interesse für Trance immer größer und als Ende 1998 die erste ATB-Single "9PM (Till I Come)" herauskam, war für Fullar eines klar. Trance war seine Musik und bis heute ist er ATB- Fan.

1999 macht Fullar erste Gehversuche im Musikproduzieren. Zunächst zusammen mit seinem besten Freund Michael (a.k.a. Moonwalker), welcher auf seinem PC das Programm "Ejay" hatte, mit dem man ganz leicht seine eigene Musik machen konnte, da das ganze auf fertigen Samples basierte. Später dann wagte sich Fullar auch allein ans Musik machen. Diesmal aber mittels der Sony Play Station und dem 'Spiel' "Music2000". Er legt sich den Künstlernamen "DJ Xtreme" zu (auf Anraten seines kleinen Bruders, weil seine Musik doch "so extrem scheiße klingt") und beginnt seine Songs auf Tape mitzuschneiden. Seine kreativen Ergüsse bringen es immerhin auf fünf 90-Minuten-Tapes innerhalb eines Jahres. Die Teilweise wirklich verkorksten Songs veranlassten Fullar dazu, sie beinahe keinem vorzuspielen. Einzig seinem Kumpel Michael mutete er einige von ihnen zu. Dieser seinerseits war auch immer noch am produzieren und verteilte sein erstes Album "Moonparty", auf dem Fullar (als DJ Xtreme) auch einen Song beisteuerte, bereits fleißig unter Freunden und Bekannten. Zwei weitere Moonwalker-Alben folgten, auf jedem steuerte Fullar einen Song bei.

Die Single "Saltshaker", ein Cover des Jefferson Airplane-Klassikers "Somebody To Love", der neu gegründeten Boogie Pimps aus Erfurt, verrückte Fullar's Interesse an elektronischer Musik zunehmends vom Trance in Richtung House. Bis zur endgültigen Abhängigkeit dieser Musikrichtung war es allerdings noch ein weiter Weg.

Weihnachten 2002 ließ sich Fullar mit dem professionellen Musikproduktionsprogramm "Cubasis" beschenken, dessen Komplexität Fullar aber früh wieder dazu veranlasste zu "Ejay" zurück zu kehren und schließlich unter neuem Pseudonym (AFX) 2003 sogar ein Album fertig zu stellen. Seine hohen Erwartungen in sich selbst und sein immer größer werdender Drang zum Perfektionismus verhindern allerdings das er das Album "Nightvisions" niemand anderem ausser seinem Kumpel Michael vorspielt. Nur eine Kopie seines Albums gibt Fullar weiter, und zwar an sein großes Idol André 'ATB' Tanneberger, während dieser einen Auftritt in Erfurt hatte. Der Verbleib jener Kopie ist bis heute ungeklärt. Vermutlich aber hat sie den Club in dem ATB aufgelegt hat nie verlassen und/oder ist im Müll gelandet.

Davon ließ sich Fullar allerdings keineswegs entmutigen und feilte weiter an seinen Produktionsfähigkeiten. Immer öfter arbeitet er auch mit Cubasis, hier nutzt er aber das Pseudonym "Into The Unknown" schlicht und einfach aus dem Grund, weil der bis dato entstehende Cubasis-Sound ins Leere führt. Aus diesem Grund produzierte er den Großteil seiner Songs weiterhin mit Ejay. Im April 2004 schließlich stellt er sein erstes Album unter dem Künstlernamen Fullar fertig. Aufgrund seiner gerade erreichten Volljährigkeit und des bevorstehenden Schulabschlusses und damit beginnenden neuen Lebensabschnittes, betitelt er das Album "New Life". Und wieder ist sein Kumpel Michael der erste der das 1. Fullar-Album hören darf. Und er ist hellauf begeistert davon. Dieser ungewohnte Zuspruch ermutigt Fullar noch weitere Exemplare seines doch noch sehr Trance-beinflussten Albums in seinem Freundes- und Bekanntenkreis zu verteilen und sogar einige Titel daraus online zu veröffentlichen. Hier erfreute sich besonders "Loving Music" großer Beliebtheit.

Dadurch angespornt und beeinflusst durch immer häufigere Discothekenbesuche stellt er noch im selben Jahr sein zweites Album "Transform DJ Music", dem kurze Zeit später noch eine "Hard Edition" folgte, fertig. Auf diesem Album versucht Fullar nun erstmals dem Trance-genre zu entsagen und steuert deutlich technoidere Töne an. Erwähnenswert sind hierbei nur das fast ausschließlich aus eigenen Samples bestehende "Oxygen" sowie die neuen Remixe der "New Life"-Tracks "Don't let the Rain" und "Shine Like The Sun". Und auch die Kritik seines besten Freundes ließ kein gutes Haar an dem Album, weshalb auch niemand weiter dieses Album in die Finger bekam.

Mit dem Beginn seines Studiums im Herbst 2004 lässt sich Fullar immer öfter dazu hinreißen mit Cubasis zu arbeiten, da Ejay ihm in seinen Augen inzwischen zu wenig Möglichkeiten in der Weiterentwicklung seines Sounds bietet. Zwar veröffentlicht er noch weiterhin vereinzelt Ejay-Tracks online, allerdings werden diese kaum von der Community wahrgenommen. Die enormen Möglichkeiten des Internet lassen Fullar nun auch immer mehr in die Welt der House-Musik eintreten, und nachdem sich seine beiden Freunde Stefan und Michael 2005 dann jeder Turntables zulegten, begibt sich schlussendlich auch Fullar im Frühling 2006 unter die Plattenaufleger. Im Herbst des selben Jahres nahm er dann am DJ-Contest der Erfurter Discothek "Spot" teil und wurde dort Vierter. Im Gespräch mit den anderen Teilnehmern des Contests, welche schon 2 Jahre oder länger auflegten, wurde Fullar ein eindeutiges Talent als DJ zugesprochen. Von einer Seite bekam Fullar sogar ein Angebot als DJ in Polen und Teilen Osteuropas aufzulegen, was sich aber schließlich im Sande verlief.

Während seines Studiums im Zeitraum zwischen 2005 und 2006 entstand noch ein drittes, unbetiteltes Album, welches Fullar mit Ejay produzierte. Und wieder war es die eigene Unzufriedenheit die ihn dazu veranlasste, es niemandem vorzuspielen. Stattdessen konzentrierte sich Fullar nun mehr und mehr darauf seine Skills als DJ zu verbessern und verteilt unter Freunden und Kommilitonen erste Mix-CDs, für die er stets großes Lob erntete. Diese Mixe veröffentlichte er nun auch immer öfter online auf seinem Blog und seiner Webseite.

Das plötzliche Ende seines Studiums 2007 und die darauffolgende Arbeitslosigkeit lassen Fullar in ein tiefes Loch fallen, aus dem er sich selbst, mittels weiterer Eigenproduktionen, versucht, heraus zu maneuvrieren. Allerdings sollte es bis Juni 2008 dauern, bis Fullar sich aufrafft und aus den inzwischen über 50 produzierten Songs ein Album zusammen zu stellen. "Schema F" ist somit bereits das 4. Fullar-Album, und das erste welches er ausschließlich mit Cubasis produzierte. Ungewöhnlich bei diesem Album ist, das Fullar es sofort komplett online gestellt hat und somit die Flucht nach vorn betrat. Im Nachhinein gesehen ist "Schema F" jedoch sehr, gelinde gesagt, avantgardistisch und experimentell geworden und Fullar selbst ist inzwischen ziemlich unzufrieden mit seinem Machwerk.

Im Sommer 2008 geht es dann auch endlich wieder bergauf mit Fullar und mit neuem Job und neuem Wohnsitz im Rücken beginnt er neue Songs zu produzieren. Zunächst wieder sehr auf Techno und Electro konzentriert, kristallisierte sich schon bald heraus, das dieses Album einen völlig anderen Fullar zeigen würde. Vornehmlich Ambient und Chill-Out Stücke, gespickt mit etwas Trip-Hop bilden das Gewand des nunmehr fünften Albums "The Other Side". Noch leicht unschlüssig über die Veröffentlichung des Albums, gab er, inzwischen schon fast Tradition, zunächst nur ein Exemplar an seinen Kumpel Michael weiter um dann, nach dessen überaus positiven Kritik, zunächst eine extra MySpace-Seite einrichtete und dann Ende 2008 schließlich das Album komplett online stellte.

Und auch nach Fertigstellung und Veröffentlichung von "The Other Side" ist Fullar schon wieder fleißig am produzieren und auf besagter MySpace-Seite finden sich auch schon wieder 2 neue Songs, welche durchaus den Eindruck vermitteln, das Fullar endlich seinen Stil gefunden hat...

Namensfindung:
Der Name "Fullar" entstammt einer Verwechslung. Während eines Hobby-Fußballspiels, hatte einer der Teilnehmer Andreas' Familiennamen so verstanden und rief ihn fortan schlicht Fuller, was bald von Andreas' Freundeskreis aufgegriffen wurde und sich, nachdem es Anfangs nur scherzhaft gemeint war, im Laufe der Zeit zum festen Spitznamen entwickelte. Mit dem Album "New Life" griff Andreas nun diesen Namen auf und ersetzte das E durch das A aus seinem Vornamen, quasi als Zeichen, das immer noch ein Teil Andreas in der Kunstfigur Fullar steckt. Man kann sagen, das sich im Laufe der Jahre als Fullar durchaus eine gewisse Schizophrenität zwischen Kunstfigur und Privatperson entwickelte. Einerseits der DJ Fullar, der durchaus gerne mal die etwas härtere, nicht unbedingt Publikums-taugliche Gangart fährt und Andererseits der Produzent Fullar, der inzwischen quasi als Kontrast zum DJ-Dasein nun verstärkt auf Ambient-Sounds und Massenkompatiblität setzt und somit auch einen Teil der Seele der Privatperson Fullar bzw. Andreas preisgibt.


Februar 2009 by Nitebeaver


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