Dadawa (eigentlich Zhu Zheqin) ist die erste chinesische Diva unserer Zeit, die es zu weltweitem Ruhm brachte. Dadawa stammt aus der historischen Kulturstadt Changsha in der Provinz Hunan und hat als Musikerin, aber auch als Abenteuerin bereits ausgiebig China und die ganze Welt bereist. Ihre CDs wurden weltweit über drei Millionen Mal in über 50 Ländern verkauft, ihre Video-Clips wurden in über 80 Ländern auf prominenten Sendern wie MTV, Much Music und CCTV ausgestrahlt. Als Gastmoderatorin der Dokumentationssendung »The Passenger of Africa« des pan-chinesischen Fernsehsenders Phoenix TV erreichte sie eine Einschaltquote von über dreihundert Millionen. Dadawa gilt wegen ihres himmlisch schwebenden Elfengesangs als Enya Asiens, wegen ihrer Cutting-edge-Kunst als Asiens Björk und wegen ihrer Erkundung musikalischer Kulturen als Ry Cooder Asiens.
Als Musikforscherin hat sie sich mit den Ursprüngen buddhistischer Gesänge befasst. Sie ist nicht nur Künstlerin, sondern auch Dozentin und jüngst auch Gastdozentin am Institut für Asienforschung an der University of Britisch Columbia. Ob bei ihrem Konzert in der New Yorker Carnegie Hall zusammen mit den Chieftains oder in ihrem Heimatland China mit Jesse Cook – Dadawa ist eine Künstlerin, die immer wieder Grenzen überschreitet, und dies sowohl im künstlerischen Sinne als auch geographisch. 2007 hat das chinesisch-sprachige Webportal »tom.com« Dadawa zur einflussreichsten Frau der chinesischen Musik gekrönt. Vom United Nations Development Programme wurde Dadawa zur Wohltätigkeitsbotschafterin zur Förderung der Erhaltung und Wiederbelebung der Musik ethnischer Minderheiten ernannt.
In Zusammenarbeit mit der UNDP hat sie die große Projektreihe »Show The World« gestartet, eine Wohltätigkeitsaktion zur Förderung ethnischer Minderheiten in China. Dadawa arbeitet mit Lokalregierungen, Musikern, Designern, Medien und Firmen zusammen, um Musikpublikationen, Ausstellungen, Foren und Podien zu verwirklichen. In diesem Zusammenhang bereiste sie 2009 jene Gegenden Chinas die von ethnischen Minderheiten besiedelt werden wie Tibet, Yunan, Guizhou, die Innere Mongolei und Xinjiang sowie uigurische und kasachische Gebiete. Das Kulturerbe dieser Völker stellte sie im Fernsehsender Travel TV in 17 Folgen einer breiten chinesischen Öffentlichkeit vor. Einige dieser Musiker hat sie 2010 auch zu ihrer Konzertreihe »Hear The World« eingeladen.
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