Carmel (* 24. November 1958 in Scunthorpe, Lincolnshire, England) ist der Künstlername der britischen Sängerin Carmel McCourt und zugleich der Name ihrer Band, zu der auch der Bassist Jim Parris und der Schlagzeuger Gerry Darby gehören.
Die Gruppe gründete sich 1981 in Manchester. 1982 wurde die 6 Track LP "Carmel" auf dem Red Flame Label veröffentlicht. Bereits 1983 erzielten sie mit ihrem ersten Major-Album "The Drum Is Everything" und den daraus ausgekoppelten Singles "Bad Day" sowie "More More More" Top-25-Erfolge in der Hitparade. 1984 erhielt das Trio beim Jazz-Festival im italienischen Messina den Preis als Jazz-Interpret des Jahres. Kommerzielle Erfolge stellten sich aber erst ab der zweiten Hälfte der 80er Jahre ein, als Carmel begannen, die Pop-Seite ihrer Musik stärker zu betonen. "Sally", ihr bis heute größter Hit aus dem Album "The Falling", stammt aus dieser Zeit.
Carmels Musik bewegt sich an der Grenze zwischen Pop und Jazz, experimentiert aber auch immer wieder mit verwandten Stilen wie Soul, Blues, Gospel, Rhythm and Blues oder Reggae. Als Live-Act konnte sie, wie auch ihr meist perfekter Backgroundchor, ihre gesanglichen Qualität mit ihre volltönenden Altstimme gut ausspielen. Dabei hatte auch die Instrumentierung ihrer Stücke stets eine deutliche Affinität zum Jazz, da Kontrabass, Bläser (insbesondere Saxophon, Hornet, Posaunen) und Percussion dementsprechend eingesetzt wurden. Ihre Musik galt Ende der 80er als "Cool" und wurde in den Clubs und angesagten Cocktail-Bars im Wechsel mit den Platten von Sade und Matt Bianco gespielt.
Carmel McCourt arbeitete u. a. auch mit dem französischen Sänger Johnny Hallyday und tourt seit 2003 wieder im Raum GB.
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