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Detailierte Künstler Informationen: Blickwinkel

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Blickwinkel

Wunderschöner, fesselnder Polit-Punkrock mit Geige aus Hamburg. Musik, die zwischen tief sitzender Wut und freudiger Leichtigkeit umherschweift. Musik zum träumen, tanzen und revoltieren!

http://www.blickwinkel.name
http://www.myspace.com/blickwinkel

Das neue Album "Nachtschwärmer" (2010) gibt es als CD oder LP zu kaufen bei www.black-mosquito.org und www.diraction.org oder direkt bei der band über ihre offizielle homepage.
Das Album "Zwischenstation Gegenwart" (2007) gibt es hier zum Download und ein paar letzte CDs mit nachkopiertem Booklet bei www.black-mosquito.org und direkt über die band-homepage zu bestellen.


NACHTSCHWÄRMER

Wir machen Musik - in einer Zeit in der es angeblich keine Alternative gibt, in der wir spüren, dass wir effizient, ständig erreichbar und abrufbar sein müssen, in der das Leben determiniert erscheint und alles schon einmal ausprobiert, durchgekaut und besprochen wurde. Immer wieder wird uns das Gefühl vermittelt, wir müssten funktionieren, alles erdulden, alles befolgen. Wir leben in einer Welt in der Grauen Alltag ist und in welcher es dennoch kaum Anstosspunkte gibt für unsere Wut, unsere Verzweiflung und genauso wenig für unsere Träume und Ideen von einem besseren Miteinander, einem besseren Leben für Alle.

Wir machen Musik - um gemeinsam genau dort anzuecken, wo das tagtägliche Hin und Her uns zu trennen und zu zerreißen droht. Wir machen dabei keine Musik mit „zwanghaft politischem Inhalt“, sondern schreiben Texte und Worte, die ein Gefühl ausdrücken sollen, über Aspekte, die uns bewegen, uns beschäftigen und gegen das, was uns einengt und bedroht. Dies verändert sich und so verändern sich auch einige Passagen musikalisch und textlich sachte aber beständig, andere bleiben stehen, obwohl wir sie heute nicht mehr so schreiben würden, das meiste aber finden wir so schön wie eh und je.

Wir machen Musik – in dem Wissen, mit unseren Texten nicht überall willkommen zu sein, einen nicht so netten Spruch zu hören, auch mal eine Diskussion auszulösen. Manchmal nervt dieses, trifft einen politisch und emotional, aber gleichzeitig ist dies auch etwas, was Teil der Band ist. Denn jede Auseinandersetzung bedeutet Thematisierung neuer Aspekte, Meinung zu formulieren, Grenzen zu setzen und zu hinterfragen, Handlung zu ermöglichen... auch für uns selber!

Wir machen Musik - und begegnen dabei immer wieder Menschen, welche für die Verhältnisse unberechenbar sind, die heute kämpfen, auf der Suche sind, die heute schaffen und nicht warten wollen auf eine Zeit die da kommen mag. Wir begegnen Kollektiven, die für etwas anderes arbeiten als Geld und bloßem Ansehen. Wir erfahren wie schön es ist, in Häusern zu übernachten in denen Isolation höchstens ein Begriff aus den Bandproberäumen ist. Hier Konzerte zu spielen heißt für uns auch mit-gestalten und mit-organisieren, nicht nur „die Band“, sondern ein Teil des Drumherum, zu sein und es ist wunderbar, dieses Gefühl mit vielen netten Menschen zu teilen. Wir spielen also nicht irgendwo, sondern genau da wo wir auch sonst sein würden.

Wir machen Musik – für diese Orte, für diese Menschen, für die Vorstellung, dass nicht alles so sein muss wie gegeben. Wir wollen aufrütteln, ermutigen, tanzen, gemeinsam feiern, auf dem Weg sein und suchen, ausschwärmen in der Nacht und am Tage um uns, wenigstens für ein paar Augenblicke, eine eigene Welt zu schaffen. Grenzenlose Freiheit in diesem Zusammenhang ist mehr als nur die Beschreibung eines Gefühls in den Bergen, es ist wörtlich gemeint in der Utopie die Praxis werden will.

Wir machen Musik für die Menschen die rebellieren, träumen und ausbrechen, für die Menschen, die aufgehalten werden auf ihrem Weg in ein freies, besseres Leben, die mit Gewalt dazu gezwungen werden, Orte zu verlassen oder eingesperrt und gebrochen werden, für Menschen, die trotz allem nicht aufgehört haben zu revoltieren, zu verweigern, zu lieben, zu lachen, zu tanzen und zu kämpfen....

Wir machen Musik für uns, als ein paar Freunde, die gemeinsam Musik machen.

Wir machen Musik – mit dem Wissen, dass wir es nicht beschreiben können... und genau deswegen...


ZWISCHENSTATION GEGENWART

Gegenwart Jetzt! Wir haben manchmal das Gefühl, die widerlichen Geschwister Antisemitismus, Rassismus, Faschismus, Sexismus - begleitet von jeglicher anderen Form der Unterdrückung, Unterteilung und Ausbeutung, erdrücken uns zunehmend. Doch auch wenn wir immer wieder in sauren Apfel beißen, bleibt es dabei, dass sauer lustig macht... und Spaß muss sein, denn wir haben noch viel Gegenwart vor uns. Blickwinkel wird sich weiter einsetzten für Projekte, antirassistische Initiativen, emanzipatorische Gruppen, für alternative Lebensideen - und formen, für solidarisches, ökologisches Denken und handeln, für Gleichberechtigung und "global passports" und wie immer: generell für Mensch und Tier... RADIKALE VERÄNDERUNG! VORWÄRTS IMMER! Auf dass die Gegenwart, wie wir sie uns wünschen nicht in träumerische Zukunft rückt... GEGENWART JETZT!


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