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Detailierte Künstler Informationen: Bert Brac

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Bert Brac

BERT BRAC schrieb eine Vielzahl von Stücken die in Hörspielen der Produktreihe EUROPA, wie zum Beispiel: "Die drei ???", "TKKG", "Fünf Freunde", "H.G. Francis Gruselserie", "Funk Füchse" u.v.a. Verwendung fanden.


Zunächst einmal steht fest: Einen real existierenden Bert Brac gibt es nicht, auch wenn er sogar als Sprecher des Mr. Schneider in der Europa-Reihe "Nightmare on Elmstreet", Folge 3 auftaucht (dahinter verbarg sich hier Joachim Kemmer). Vielmehr handelt es sich bei diesem von der Plattenfirma Miller International kreierten und bei der GEMA angemeldeten Künstlernamen um das wohl legendärste und gleichzeitig mysteriöseste Pseudonym im Bereich der Hörspielmusik, unter dem, wie auch bei Phil Moss, eine Vielzahl von Musikern tätig war. Von 1968 (erstmals auf den "Kasperle" und "Windrose"-Produktionen wie "Roboter R7 ausser Kontrolle", bald gefolgt von "Hui Buh") bis zum Jahre 1982 tauchte dieser Name unter der Rubrik "Musik:" auf. Jedoch nicht nur auf den LP-Covers und in den MC-Inlays von Hörspielen, sondern auch denen zünftiger Volksmusiktitel ("Auf der Alm"), schmissiger Schlagerklänge ("Der Senor") und klassischer Stücke, die auf Europa erschienen. Bei letzteren wurde das Pseudonym einfach unter die Werke bekannter Komponisten wie Mozart, Tschaikowsky, Brahms, Purcell, Mussorgsky, Gounod und Dvorak gesetzt.

Unter "Musik:Bert Brac" waren und sind neben den o.g. Klassikern u.a. die Kompositionen von Chris J. Evans, Andreas Erich Beurmann, Sepp Viellechner, (Volksmusik) Manfred Rürup und Carsten Bohn zu hören, die von den Bamberger Symphonikern, Chris Evans uns Carsten Bohn selbst, Carsten Bohn's Bandstand, Andreas Beurmann, dem Orchester 101 Strings, The Hiltonaries, Sepp Viellechner, der Toppenstedter Blaskappelle, dem Heeresmusikcorps 4 der Bundeswehr und einem gewissen Europa-Studio-Orchester eingespielt wurden.

Der wohl bekannteste Musiker dessen Musik unter dem Pseudonym Bert Brac veröffentlicht wurde, war der Fusion-Drummer Carsten Bohn. Dieser schrieb für Europa von 1979-1983 etliche Hörspielsongs. Die in der Zeit von 1979-1986 in nahezu allen Hörspielen von Europa Verwendung fanden. Oft wird deshalbe Carsten Bohn auch mit Bert Brac gleichgesetzt. Aufgrund eines Rechtstreites zwischen dem Musiker Carsten Bohn und dem Label Europa dürfen Bohn's Stücke seit Mitte der 90er nicht mehr verwendet werden. Deshalb wurden sämtliche Hörspiele die seine Musik beinhalteten vom Markt genommen und mit neuer Musik abgemischt um sie wiederveröffentlichen zu können.

Ein weiterer Musiker dessen Musik unter diesem Pseudonym veröffentlicht wurde, war der Organist und Keyboarder Manfred Rürup der seinerzeit (1974-1979) bei der Fusionband "Release Music Orchestra" spielte. Auch dieser schrieb im Jahre 1978 einige Hörspieljingles und Kurzmusiken. Die von 1978-1982 in diversen Hörspielen Verwendung fanden und teilweise sogar heute noch eingesetzt werden. Interessanterweise spielte zu dieser Zeit Carsten Bohn an den Drums, während ein Jahr später Manfred Rürup bei Carsten Bohn an den Tasten stand.

Interesanterweise wurden in bestimmten Hörspielen auch Auszüge von Rock-Klassikern wie "Whole Lotta Love" von Led Zeppelin und "House of the Rising Sun" verwendet. Diese Coverversionen wurden 1970 für das Label Europa von der Band "Electric Food" eingespielt. UNd später wurden Passagen davon in bestimmten Hörspielen verwendet. Auch in diesen Hörspielfolgen ist im Inlay "Bert Brac" angegeben.

(Tatsächlich verbirgt sich hinter der Band "Electric Food" die Krtautrockband "Lucifers Friend" die wohl Anfang der 70er 2 Schallplatten unter anderem Namen rausbrachten. Da Europa diese Alben vertrieb und die Nutzungsrechte an den Aufnahmen hatten, wurden Teile daraus für Hörspiele verwendet.)



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