Andreas Weiser (* 1957 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Journalist, Autor, Musiker und Komponist.
Weiser studierte Geschichte und Germanistik an der Technischen Universität Berlin und arbeitete dann als Redakteur und Autor für das Fernsehen und Radio, als Film- und Hörspielautor und schrieb Beiträge zu jugendpolitischen Themen. Auf vierzehn Reisen nach Brasilien ab 1986 sammelte er Material für Radio-Features und Musikspecials zu brasilianischen Themen. Daneben komponierte er Musik zu Hörspielen, Schauspiel- und Filmmusiken (u. a. zu mehreren Folgen von Tatort), trat weltweit bei Konzerten und Tourneen auf und nahm mehr als 20 CDs mit eigenen Bands, als Gast- oder Studiomusiker auf.
Für das Radiofeature "Wo die Nacht den Tag erstickt. Überleben in Rio de Janeiro" (WDR/NDR) wurde Weiser mit dem Journalistenpreis Entwicklungspolitik des BMZ ausgezeichnet. "Wie gut muss im Mond wohnen sein. Alexander von Humboldts Reise an den Rio Negro" wurde im Februar 2004 Hörspiel des Monats. Das Radiofeature "Heimat. Über die Schwierigkeiten ein neuer Deutscher zu sein" wurde 2014 für den Europäischen CIVIS-Radiopreis "Lange Programme" nominiert. An Frauke Angels Hörspiel "Wir nannten ihn Tüte", das 2020 den Kinderhörspielpreis des MDR erhielt, war er als Komponist beteiligt.
Für die Hörspielserie "Anton und Pepe" (NDR) erhielt er den Robert-Geisendörfer-Preis 2022 in der Kategorie Hörfunk.
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