"Stellt meine Statue neben Miss Liberty mit New Era-Cap"
Man möge ihn arrogant, eingebildet, selbsverliebt oder gar egoistisch nennen, aber jeder weiß, wem die Krone gebührt. Einfach ein Träumer oder bodenständiger Realist? Geschichtenerzähler oder Nachrichtensprecher? Psychisch schwach oder geistig bärenstark? Das alles wird sich erst herausstellen, wenn er in einigen Jahren zum Adelstand gehört.
Hamburg, 2000 - Ein gerade 10-jähriger Al Julian (daher auch AJay) wünscht sich zu seinem 11. Geburtstag die neueste Eminem-Platte "The Marshall Mathers LP". Es war der Beginn einer krassen Prägung. So ging es auch seinem damaligen besten Kollegen, der mit ihm die CD gleich am ersten Tag einige male durchgehört hat. Dabei tat sich immer mehr der Gedanke auf, dass man es doch mal selber mit dem Rappen probieren könnte. Umsetzungsmöglichkeiten die geschriebenen Tracks aufzunehmen gab es nicht, jedoch reichte es den beiden auch also blose Lyrik. Zunächst blieb es bei englischem Rap, wobei das Englisch nicht das Beste war. Die beiden lebten sich auseinander und gaben zunächst das Rappen auf.
Der nächste Kontakt mit eigenem Rap kam 2004 durch einen gewissen Fat Gi aus Düsseldorf, mit dem er zunächst nur im Internet einige Schmocks um die Ecke gebattlet hat. Sie gründeten eine kleine Crew namens "Sieggro", welches lediglich eine Zusammenkunft der Amateure mit sickem Humor war. Darunter gehörten auch noch andere Leute, doch wirklich aktiv waren nur Fat Gi und AJay. Sie dachten sich, dass man es mit der Musik doch etwas ernster meinen könnte und gründeten schließlich das Duo "Bakoom". Es war der Anfang einer ganz neuen Ära. Gi selber wurde immer inaktiver, doch bei AJay ging es da erst richtig los. Zunächst droppte er im Sommer 2005 seine erste EP "Auf dem Weg / Aus dem Weg", was auch bis heute sein Motto bleibt, und fing mit Arbeiten an seinem ersten Album an. Dieses brach er jedoch ab, weil Gi ihm krass ins Face gespittet hat, dass das Album vollkommener Müll ist. Schon immer vertraute AJay ihm, was Rap angeht, da er trotz wenig Praxis extrem viel Ahnung hat. Und das sogar ohne jemals einen Takt getroffen zu haben. Anfang 2006 wurde dann die zweite EP "Stadt" released. Er begann wieder mit Arbeiten an einem neuen Album, doch brach auch dieses ab, weil er das mindere Erfolgspotenzial sofort erkannte. Daraufhin droppte er die dritte EP "Von den Bossen der Beste" und fing auch sofort an mit den Arbeiten an einem Mixtape. Seit dem 23. Februar 2007 ist das Tape "Shit happens Vol.1" nun erhältlich auf bakoom.de. Das halbe Jahr im quasi Exil hat sich gelohnt und stößt auch auf sehr positive Resonanzen.
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