Der Name kommt von dem im bekannten Film Das Boot auftauchenden deutschen U-Boot U 96 aus dem Zweiten Weltkrieg. Aus diesem Film stammt auch die Vorlage für die erste Hitsingle des Projekts, Das Boot (1991), eine Dance-Version der Titelmelodie, die im Original von Klaus Doldinger komponiert worden war. Auch das gleichnamige Gold-Album befand sich zeitweise auf vordersten Chartpositionen. Die Single Das Boot erschien bereits im Jahr 1991 bei Polydor. In den Dance-Charts schnellte Das Boot auf Platz 1, in den deutschen Top-100 kam die Single zunächst nicht über Platz 15 hinaus. Durch ein Video (vom "U 96"-Team damals noch selbst geschnitten) und einer etwas kürzeren Radioversion kletterte die Single schließlich bis auf Platz 1 in den Charts, und blieb dort für 13 Wochen. Die Single "Das Boot" gilt auch als kommerzieller Durchbruch für die bis dahin eher im Untergrund agierende Techno-Szene.
Die Nachfolge-Single I Wanna Be A Kennedy war mit Platz 3 in den Top-100 ähnlich erfolgreich. Die Single Come 2Gether/Der Kommandant, eine Doppel-A-Side-Single, erreichte Platz 39.
Für U 96 ging es nun Schlag auf Schlag weiter. 1993 folgte die Single "Love sees no colour", die es bis auf Platz 6 der deutschen Charts schaffte. Ähnlich erfolgreich war auch die Single "Night in motion" (Platz 9). Zu dieser Zeit bildete sich auch der typische U-96-Sound heraus: maschinell und treibende Musik mit leichten klassischen Einflüssen, sowie einen eingängigen Refrain, der teilweise sogar nur aus ein paar Wörtern besteht.
Das im selben Jahr veröffentlichte Album "Replugged" erreichte Platz 21 der deutschen Album-Charts.
1994 erschien die Single "Inside your dreams", die mit Platz 11 nur knapp die deutschen Top-Ten-Charts verfehlte. Ein Album wurde hierzu jedoch nicht veröffentlicht. Ende des Jahres erschien von U 96 jedoch eine interaktive PC-CD-Rom, als einer der ersten Künstler überhaupt. Neben dem PC-Spiel enthielt die CD auch noch 3 neue Tracks. Der Track Enter At Your Own Risk war exklusiv auf dieser CD-Rom, die anderen beiden Titel waren exklusive CD-Rom-Versionen von Love Religion und Club Bizarre.
1995 erfolgte dann die reguläre Veröffentlichung von "Love Religion", welche ein großer Erfolg wurde (Platz 5). Die nachfolgende Single "Club Bizarre" war für U 96 eine recht ungewöhnliche Wahl, da dieser Song eher ruhig und trancig daherkam. Dennoch erreichte er Platz 18 der deutschen Charts. Das gleichnamige Album war mit Platz 22 ähnlich erfolgreich wie der Vorgänger "Replugged". Die letzte Single aus dem Album wurde von U 96 komplett neu arrangiert und von Carol Bailey) neu eingesungen, erreichte jedoch nur Platz 91.
1996 gelang U 96 mit "Heaven", einer Art Cover von Cyndi Laupers Time After Time, nochmals ein großer Erfolg (Platz 4). Das im gleichen Veröffentlichte Album "Heaven - Best of '96" schaffte immerhin Platz 30 in den Albumcharts. Auf dem Album läutete U 96 zugleich einen musikalischen Wandel ein. Die Stücke kamen deutlich poppiger daher, eingängig und ohne größere Experimente. Aus dem Album wurden noch zwei Singles veröffentlicht, "A night to remember" (Platz 21), sowie "Venus in chains", das jedoch nur Platz 75 erreichte.
Nach 1996 gelang U 96 kein wirklich großer Hit mehr. Der Einfluss des Eurodance bzw. Techno ging immer weiter zurück, der eingeläutete Musikwechsel bei U 96 half jedoch nicht, den Anschluss an die oberen Chartpositionen zu halten.
Im Jahr 1998 schaffte zwar die Single "Energie" noch einen akzeptablen 23. Platz in den Charts, hielt sich aber dort nicht allzu lange auf. Die nächste Single "Beweg dich, Baby" schaffte es gar nicht mehr in die deutschen Top 100. Danach wurde es still um U 96.
Erst im Jahr 2000 tauchte U 96 noch einmal kurz mit einer modernisierten Neuauflage ihres größten Erfolges "Das Boot" auf. An den großen Erfolg der Originalversion konnte jedoch "Das Boot 2001" nicht anknüpfen, immerhin erreichte es jedoch Platz 15 der deutschen Charts. Im selben Jahr erschien auch das Album "Best of 1991-2001", auf dem alle Hits vertreten waren. Zum Leidwesen vieler Fans fehlte jedoch die Originalversion von "Das Boot". Auch neue Songs bot das Album nicht.
Im Jahr 2003 versuchten U 96 mit "We Call it Love" ihr Comeback. Die Single wurde allerdings nur auf Vinyl veröffentlich und schaffte daher auch nicht den Einstieg in die deutschen Top 100. Nach diesem gescheiterten Versuch herrschte wieder drei Jahre Funkstille von U 96.
Erst im März 2006 erschien eine neue U-96-Single. "Vorbei" ist eine Ballade in deutscher Sprache. Unterstützt wurde U 96 von dem damals recht populären Sänger Ben . Wohl nicht zuletzt deshalb schaffte die Single den Sprung auf Platz 28 der Charts. Doch der kommerzielle Aufwind hielt nicht lange an. Bereits die zweite Single "Mr. DJ Put on the Red Light" in Kooperation mit dem Hamburger Rapper Das Bo schaffte es nur bis auf Platz 77.
Das 2007 erschienene Album "Out of Wilhelmsburg" enthielt die obigen Singles (in je zwei Varianten). Das Album schaffte nicht den Einstieg in die deutschen Top 100.
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